Freikörperkultur

 

Informationen über die Freikörperkultur

Im Rahmen der Freikörperkultur ist Nacktbaden neben anderen Aktivitäten ein wichtiger und sehr beliebter Bereich. Das Nacktbaden ist allerdings nicht überall erlaubt, da sich viele Menschen durch die Nacktheit anderer belästigt oder peinlich berührt fühlen.

Aus diesem Grund gibt es in vielen Orten an der Nordsee und Ostsee spezielle FKK-Strände. In diesen abgetrennten Bereichen, die meistens etwas abseits des „Hauptstrandes“ liegen ist das Nacktsein erlaubt und erwünscht. An FKK-Stränden ist das Tragen von Kleidung unerwünscht. Wer also nur einen Blick auf andere erhaschen möchte und sich selbst nicht auszieht, ist hier völlig fehl am Platz. Viele Schwimmbäder und Badeanstalten bieten inzwischen spezielle Zeiten für das Nacktbaden an, oft liegen diese Termine allerdings zu absoluten Randzeiten wie zum Beispiel in den späten Abendstunden. Außerhalb dieser Zeiten wird es im Allgemeinen nicht toleriert, wenn sich Badegäste unbekleidet ins Wasser begeben, dies wird in der Regel nur bei Kleinkindern toleriert.

FKK Freibäder in Berlin und ganz Deutschland
Nacktbaden ist heute auch an vielen Baggerseen oder anderen Seen, in denen das Baden offiziell nicht erlaubt ist, verbreitet, da es dort keinen Betreiber gibt, der Vorschriften aufstellt. Außerdem ist das Publikum an solchen Seen meist toleranter als in öffentlichen Schwimmbädern und akzeptiert die FKK-Anhänger.
In der DDR war das Nacktbaden weit verbreitet und an Badeseen und am Ostseestrand alltäglich. Seit den 70er Jahren breitete sich die Freikörperkultur in der DDR und Ost Berlin aus und kannte dort auch keine Altersgrenzen. Nach der Wiedervereinigung änderte sich dies, da die Freikörperkultur und damit auch das Nacktbaden in Westdeutschland kaum verbreitet und bei vielen Menschen verpönt war. So kam es durch den zunehmenden Tourismus zur weitgehenden Verdrängung des Nacktbadens an den Ostseestränden und an den Badeseen. Inzwischen ist auch in der ehemaligen DDR das Nacktbaden nur noch in speziell gekennzeichneten Bereichen erlaubt. An vielen Stränden und Badeseen lockern sich die Bestimmungen inzwischen wieder ein wenig.

Gegner des Nacktbadens bringen immer wieder das Argument, dass das Nacktbaden unhygienisch sei, da verunreinigtes Wasser ungehindert an die Geschlechtsteile gelangen könnte. Ob jedoch ein Badeanzug, ein Bikini oder eine Badehose Schutz vor verunreinigtem Wasser bietet ist wohl sehr umstritten. Auch vor Verletzungen wird immer wieder gewarnt, doch ist es nur schwer nachzuvollziehen vor welchen Verletzungen Badebekleidung schützen kann, außer vielleicht bei einem Sonnebrand, der durch das Tragen von Badebekleidung unter Umständen etwas schwächer ausfallen kann, da er nur eine kleinere Fläche betrifft als bei einem völlig nackten Körper. Beim Nacktbaden sollten immer die örtlichen Gepflogenheiten beachtet werden, da es sonst zu Verstimmungen oder Unannehmlichkeiten führen kann. Vor allem im Ausland, wo man das Gesetz nicht so genau kennt, sollte man Vorsicht walten lassen. Oft hilft eine kurze Frage an der Hotelrezeption oder ein Blick in den Reiseführer weiter.

Ein Tag mit Yvonne am FKK-Strand
Nackt im Garten duschen